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grundsaetze_digitaler_nachhaltigkeit

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grundsaetze_digitaler_nachhaltigkeit [14.12.2015 10:26]
194.95.75.194 [Vorbemerkungen]
grundsaetze_digitaler_nachhaltigkeit [14.12.2015 10:49]
194.95.75.194 [Mögliche Einwände]
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 ====== Grundsätze digitaler Nachhaltigkeit ====== ====== Grundsätze digitaler Nachhaltigkeit ======
 ===== Vorbemerkungen ===== ===== Vorbemerkungen =====
-//noch in Bearbeitung -- JB, 13.12.2015//+//noch in Bearbeitung -- JB, 14.12.2015//
  
 Die heutige Welt ist bis in alle Lebensbereiche von Digitalem beeinflusst -- von Computern, Software, Daten und vielem mehr. Die Macht, die über digitale Technik ausgeübt wird, ist zunächst sehr unscheinbar,​ aber sie kann nicht nur das Handeln und Wahrnehmen direkt und oft unbewusst beeinflussen,​ sondern auch das Denken und damit sogar moralisches Handeln. Die heutige Welt ist bis in alle Lebensbereiche von Digitalem beeinflusst -- von Computern, Software, Daten und vielem mehr. Die Macht, die über digitale Technik ausgeübt wird, ist zunächst sehr unscheinbar,​ aber sie kann nicht nur das Handeln und Wahrnehmen direkt und oft unbewusst beeinflussen,​ sondern auch das Denken und damit sogar moralisches Handeln.
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 inspiriert von: [[https://​cast.switch.ch/​vod/​clips/​l6bqf6w6c/​streaming.html|Vortrag Dr. Matthias Stürmer, Uni Bern]] inspiriert von: [[https://​cast.switch.ch/​vod/​clips/​l6bqf6w6c/​streaming.html|Vortrag Dr. Matthias Stürmer, Uni Bern]]
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 +===== Mögliche Einwände =====
 +  * Bei Digitaler Nachhaltigkeit liegt schon den Fokus auf Gemeinwohlorientierung. Dieses Anliegen wird vor allem im angelsächsischen Bereich nicht unbedingt geteilt werden. So gibt es nach meinem bisherigen Verständnis keine Möglichkeit mit diesem Modell individuell unermesslich materiell reich zu werden -- also man wird nicht mit einer zündenden Idee zum Milliardär werden können. Es werden immer bei einer tollen Idee alle Menschen profitieren. Ich kann mir vorstellen, dass klassische liberale Marktwirtschaftler davon ausgehen, dass ohne diese Möglichkeit reich zu werden (im materiellen Sinne, eine gute Idee wird ja eher durch Reputation und damit durch weitere Arbeitsaufträge belohnt, die auch Geld bringen) der Mensch nicht zu Innovation bereit ist. Das ist aber eine Frage des Menschenbildes und ich würde mal behaupten die Geschichte zeigt eher, dass Leute aus Spaß, Vision und Neugier auf Innovation kommen und nicht, weil sie (nur) dadurch erhoffen viel Geld zu verdienen. [JB, 14.12.2015]
 +  * Ein großer Kritikpunkt sind, so denke ich oft, die Geschäftsmodelle. Ein klassisches Produktionsmodell wie bei materiellen Dingen wird nicht funktionieren. Es wird wohl eher mit Geschäftsmodellen wie Crowdfunding,​ bedingungsloses Grundeinkommen etc pp. funktionieren. Und natürlich mit Dienstleistung,​ jedoch vermutlich eher durch Non-Profit-Unternehmen / staatliche Stellen, die keine Sorge um Konkurrenz haben / gemeinwohlorientiert sind.  [JB, 14.12.2015]
 +  * Von der Qualität (bspw. bei Freier Open Source Software) kann man zunächst nicht sagen, dass proprietäre Produkte per se immer schlechter sind (auch wenn die Thesen von Eric Raymond so etwas nahelegen; bei ähnlichem Mitteleinsatz wird es sogar stimmen). Aber man wird auch nicht das Gegenteil sagen können. Hier hängt wohl viel an einer gewissen kritischen Masse, die es für bspw. ein Softwareprodukt braucht. [JB, 14.12.2015]
 +  * Unter ethischem Gesichtspunkten ist Freie Software schon besser. Natürlich kann ich mir vorstellen, dass man an Bedürftige digitale Güter (in diesem Fall Software) gibt. Und man wird auch mit einem ähnlichen Geldeinsatz alle Menschen mit Software versorgen können. Jedoch ist zum einen die zeitliche Nachhaltigkeit nicht gewährleistet (keine Weiterentwicklung/​Adaption etc.) und zum anderen werden digitale Güter dann wie Almosen verteilt. Damit können sich Bedürftige nicht emanzipieren -- es geschieht keine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Wissensvermittlung / Bildung wird ausgeklammert. [JB, 14.12.2015]
grundsaetze_digitaler_nachhaltigkeit.txt · Zuletzt geändert: 20.01.2017 09:32 (Externe Bearbeitung)